Das St. Josef Krankenhaus in Wien-Hietzing zählt zu den größten und wichtigsten Geburtskliniken im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2021 wurden mehr als 4000 Geburten durchgeführt, darunter einige Risikogeburten. Die Kaiserschnittrate liegt mit 25% deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt. Kranke oder frühgeborene Kinder werden in einer eigenen Überwachungsstation auf der Abteilung für Neonatologie betreut, die ein wesentlicher Teil des Eltern-Kind Zentrum ist.
In einigen Fällen ist allerdings eine Versorgung in einer neonatologischen intensivmedizinischen Betreuung notwendig. Eine derartige Einrichtung ist sowohl in der Landeszielsteuerungskommission als auch im aktuellen regionalen Strukturplan Gesundheit vorgesehen.
Eine Intensivstation für Neugeborene ist notwendig!
Eine Intensivstation für Neugeborene in der größten österreichischen Geburtsklinik ist vor allem für die sichere Versorgung der bedürftigen Babys notwendig. Ein Transport ist wegen mangelnder Kinderintensivtransportmöglichkeiten schwierig und in der Phase unmittelbar nach der Geburt auch besonders gefährlich. Der Transport erfordert neben einer genauen Temperaturregelung auch einen hohen beatmungstechnischen Aufwand sowie eine Stabilisierung des Kreislaufs.
Außerdem ist die Betreuung einer derartigen intensivmedizinischen Station ein Teil der Ausbildung in der Neurologie sowie für die Erlangung der Anerkennung zum Facharzt notwendig.
Deswegen ist die Einrichtung einer Intensivstation für Neugeborene im St. Josef Krankenhaus von immenser Bedeutung. Daher habe ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen Ingrid Korosec, Kasia Greco und Erol Holawatsch im letzten Gemeinderat einen Antrag eingebracht, möglichst rasch die Einrichtung einer Kinderintensivstation im St. Josef Krankenhaus umzusetzen, wie es im aktuellen regionalen Strukturplan Gesundheit vorgesehen ist.