Mittlerweile müssen mehr als 20.000 Menschen im Rahmen einer Long COVID Erkrankung behandelt werden. Wie viele Menschen sich in Zukunft mit COVID-Langzeitfolgen quälen werden, weiß niemand. Das Leitsymptom Fatigue Syndrom mit geringer körperlicher, mentaler oder psychischer Belastung wie Konzentrationsstörungen ist nicht nur extrem belastend sondern wirft die Menschen aus ihrer beruflichen Tätigkeit – Langzeitkrankenstände sind keine Ausnahme!
Trotzdem sind Therapieplätze im Wiener Gesundheitssystem weiterhin rar und das, obwohl die ÖVP Wien seit über einem Jahr auf die Volkskrankheit aufmerksam macht. Zahlreiche Berichterstattungen und Anfragen blieben bis jetzt ergebnislos. Aufgrund der unzureichenden Kapazität kommt es deshalb bereits jetzt zu monatelangen Wartezeiten.
Es ist daher wichtig, so rasch wie möglich ein Netzwerk der entsprechenden Fachabteilungen und Studienzentren zu etablieren und die Ressourcen in den Ambulanzen, die sich auf die Behandlung von Long COVID Patientinnen und Patienten spezialisiert haben, aufzustocken. Ebenso ist die Zusammenarbeit mit Rehablitationszentren zu stärken und eine ambulante Rehabilitation in Wien aufzubauen.
Im Rahmen der niedrigen Erstimpfungsraten und der derzeit noch ausständigen Empfehlungen für weitere Impfungen plädiert die Wiener Volkspartei für eine Zweckwidmung der 18 Millionen Euro zum Ausbau von Long COVID Betreuungseinrichtungen.
Ich habe daher im letzten Gemeinderat den folgenden Beschlussantrag gestellt:
Der Wiener Gemeinderat fordert den zuständigen Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport auf, erforderliche Mittel zum Ausbau von Long COVID Betreuungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen, die Ressourcen der entsprechenden Ambulanzen zu erhöhen und ein Netzwerk zur Steuerung von Long COVID PatientInnen zu etablieren.