Long-Covid betrifft viele!
10 Prozent der Corona-Infizierten bzw. 70 Prozent der Corona-Spitalspatienten leiden an Post- und Long-Covid – das sind in Wien über 20.000 Betroffene. Die Wiener Stadtregierung soll daher die Errichtung eines „Wiener Netzwerk für Long-Covid“ unterstützen!
Die bestehenden Ressourcen sind zu wenig!
Derzeit kümmern sich in Wien nur das AKH, das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern und das Herz-Jesu-Krankenhaus um die systematische Behandlung von Long-Covid-Fällen. Eigene Anlaufstellen gibt es in Wien bislang leider nicht. Das ist viel zu wenig, um rund 20.000 Patienten zu behandeln.
Es braucht eine systematische Diagnostik!
Bei einer Covid-Infektion können bis zu 200 verschiedene Symptome (beispielsweise extreme Erschöpfung, Herzprobleme, Atembeschwerden, aber auch viele andere schwerwiegende Probleme) auftreten. Diese Beschwerden sind in vielen Fällen auch Monate nach einer Infektion nicht verschwunden. In einigen Fällen wurden in Wien Patienten sieben Monate lang ohne konklusive Diagnostik von Untersuchung zu Untersuchung geschickt. Das ist nicht akzeptabel. Die Diagnostik sollte daher unbedingt in einem System passieren.
Unser Vorschlag: Zusätzliche Anlaufstellen und ein gesamtheitliches Netzwerk
Gemeinsam mit meiner Gemeinderatskollegin Ingrid Korosec schlage ich daher vor, ein interagierendes Netzwerk aus Hausärzten, Spezialkliniken, Rehazenten und Selbsthilfegruppen zu installieren. Zusätzlich 5 Anlaufstellen, die jeweils über ausreichend Ärzte, medizinisches und administratives Personal und eine wissenschaftliche Datenverarbeitung verfügen. Da nicht alle Systeme innerhalb der einzelnen Spitäler miteinander kompatibel sind, muss dafür auch die IT-Infrastruktur aufgerüstet werden.
Wir möchten einen konstruktiven Beitrag leisten, um die Behandlung von Long-Covid-Patienten in Wien zu verbessern. Dazu werden wir mit Gesundheitsstadtrat Hacker in einen Dialog treten.
Über unseren Vorschlag haben unter anderem auch die Kronen Zeitung, der Kurier und die Wiener Zeitung berichtet.